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Wiesn-Wirt Peter Inselkammer erzählt vom Armbrustschützenzelt


Am 16. September ist es wieder soweit: Fassanstich auf der Wiesn. Bereits seit Juli wird fleißig am Aufbau der Festzelte gearbeitet. Wir haben Wiesn-Wirt Peter Inselkammer ein paar Fragen zum traditionsreichen Armbrustschützenzelt gestellt.

Zehn Wochen dauert es, das Armbrustschützenzelt aufzubauen – zwei Wochen später ist das Spektakel wieder vorbei. Den ein oder anderen Leser wundert diese lange Aufbauzeit sicher? Was wird alles gemacht?

Man muss sich nur mal den logistischen Aufwand vorstellen. Etwa 50 Sattelzüge, vier allein für Sitzgarnituren, müssen entladen, verteilt und arrangiert werden. Dazu kommen 10 Container für Schankeinrichtungen und weitere 24 für die Küche, Dekoration und die Verkaufsstände. Außerdem werden 37.000 Meter Kabel verlegt und 11 Biertanks mit einer Füllmenge von je 5400 Litern aufgestellt.

Und hierbei handelt es sich erst um das Innere des Zeltes. Davor muss das Äußere fertig sein und das dauert auch eine gute Zeit: Mithilfe der Binder wird sozusagen das Fundament des Zeltes gelegt. Danach folgen die Seitenschiffe, die Trägerkonstruktion und das Dach. Es muss überall ein Boden gelegt werden – der für die Küche wird sogar extra betoniert und zwar jedes Jahr aufs Neue.

Es ist also wirklich eine Menge zu tun, weshalb hier teilweise bis zu 80 Mitarbeiter gleichzeitig am Werkeln sind.

Was macht das Armbrustschützenzelt so besonders?

Es ist die Schützentradition der Armbrustschützengilde „Winzerer Fähndl“, die seit 1895 aktiv auf dem Oktoberfest gelebt wird. Anfangs handelte es sich nur um eine Verpflegungsstation, doch inzwischen findet jedes Jahr die Deutsche Meisterschaft auf dem zum Zelt gehörenden Schießgelände statt. Zu verdanken ist die heute große Bedeutung des Armbrustschützenzelts vor allem Richard Süßmeier, der es 1958 als Wiesn-Wirt übernahm und zu einem der großen 14 Wiesn-Zelte machte.

Die Verbindung zu den Schützen ist also bis heute nicht abgerissen. Jedes Jahr wird das Zelt mit einem gemeinsamen Einzug eröffnet. Firmen und Gäste können die Schießanlage für eine noch größere Wiesngaudi mieten.

Uns ist zu Ohren gekommen, dass man Ihnen als frisch gebackenen Schützenkönig gratulieren darf. Wie sind Sie zu dieser Ehre gekommen?

Als Wiesn-Wirt des Armbrustschützenzelts bin ich natürlich auch ein begeisterter Schütze und so hatte ich das Glück, beim diesjährigen Holzadler-Königschießen den ersten Platz zu belegen. Dadurch bin ich jetzt für ein Jahr Schützenkönig der Gilde.

Was ist mit Holzadler-Königschießen gemeint?

Beim Holzadler-Königschießen wird ein Adler aus Holz 30 Meter in die Höhe katapultiert – der Schütze zielt und versucht, diesen so sauber wie möglich zu treffen. Nach 7 oder 8 Runden werden dann die abgeschossenen Holzteile jedes Schützen gewogen und miteinander verglichen. Ein traditioneller Wettkampf, der auch bei der Deutschen Meisterschaft während der Wiesn ausgetragen wird.

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