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Ein Haus mit Geschichte – TEIL 2


Letzten Sommer haben wir hier im Platzl-Magazin unseren kleinen Ausflug in die bewegte Geschichte des Platzl Hotel begonnen. Stehen geblieben waren wir bei dem Beitrag „Ein Haus mit  Geschichte TEIL 1“ in den 1950er Jahren, als der vom Krieg stark in Mitleidenschaft gezogene Gebäudekomplex durch die Familie Inselkammer restauriert wurde und so wieder an vergangene Prachtzeiten anknüpfen konnte.

Die Wiedereröffnung der Platzl Bühnen

Bei der Wiedereröffnung am 25. Mai 1953 fanden die Gäste dennoch ein anderes Platzl vor als zu Beginn des Jahrhunderts. Wenngleich der Grundriss blieb, wurden etwa die Säulen in der Mitte des Gastraums entfernt und durch stärkere Kellerfundamente ersetzt. Der „olympische Musentempel des bayerischen Humors“ war also bereit, den Menschen im Nachkriegs-München die Wiederaufbaujahre ein wenig zu versüßen. Auch den Komödianten der zweiten Generation, wie Weiß Ferdl oder dem Eringer Sepp verhalfen die neuen Platzl Bühnen zu Ruhm und Bekanntheit, weit über die Stadtmauern hinaus.

Das Platzl Hotel wird geboren

Während auf der Bühne Witze gerissen und im Gastraum kräftig gelacht wurde, arbeiteten die Maurer und Handwerker fleißig weiter, bis am 9. Juli 1956 endlich der Tag kam, auf den viele Münchner lange gespannt gewartet hatten: Im Herzen der Isarmetropole eröffnete das modernste 200 Betten-Hotel der Stadt – das Platzl Hotel. Besonders hervorzuheben ist die Musik aus der Zentralradioanlage des Hauses, die in jedem der 130 Zimmer zu belauschen war. Dies war für die damalige Zeit eine kleine Sensation. Die Preise für eine Übernachtung schwebten in den Anfangsjahren des Platzl Hotels zwischen vier und zwölf DM pro Person und der Telefonanschluss in jedem Zimmer gehörte zur Normalausstattung.

Carl und Hilde Groß treten ab

Dass die herausfordernde Anfangszeit so erfolgreich verlief, verdankte das Platzl nicht zuletzt dem Pächter-Ehepaar Carl und Hilde Groß, das ab 1953 die Leitung des Theaters und ab 1956 auch des Hotels übernahm. 1973, nach zwanzigjähriger Tätigkeit und nachdem sich das Platzl Hotel als eine der besten Adressen Münchens etablieren konnte, verließen die beiden das Haus. Weitergeführt wurde es vom jüngsten Sohn des Ehepaars Franz und Maria Kreszenz Inselkammer – Peter Inselkammer.

Die Ära Peter Inselkammer

Peter Inselkammer kam als Betriebswirt mit Brauer-Ausbildung und einschlägiger Erfahrung als Wirt des Ayinger Hofs in die Münchner Altstadt und bewirkte wiederum eine Reihe von Erneuerungen im Platzl. So konnte sich das Haus pünktlich zum 20. Geburtstag 1976 in „neuem Gewand“ präsentieren. Änderungen und Innovationen waren nötig um konkurrenzfähig zu bleiben, denn auf Grund der Olympischen Spiele 1972 hatte sich die gesamte Hotelbettenzahl in München um 35 % erhöht. Der ansteigende Tourismus konnte die Lücken in der Folge zwar teilweise schließen, doch in weiser Voraussicht entschied sich Peter Inselkammer 1978 für eine Neuplanung des Platzl. Wie diese dann aussah, wann diese umgesetzt wurde und was sich sonst in den Folgejahren alles getan hat, erfahren Sie im dritten und letzten Teil dieser Reihe.

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