Wirtshaus „Ayingers“ – Geschichte und Zugehörigkeit

Das zum Platzl Hotel München gehörende Wirtshaus „Ayingers“ ist bekannt für seine ausgezeichnete, bodenständige und typisch bayerische Küche, sein gemütliches Ambiente. Doch auch das Gebäude kann bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Erstmals tauchte es im Jahr 1525 in den Aufzeichnungen eines Weißirchers, eines Lederers, auf. Das Haus hatte in den folgenden Jahrhunderten viele Besitzer und so wohnte dort der Hofmetzger „Wallner“ bevor es der Trompeter „Holzhauser“ erwarb und es in den Besitz der „Lebzelter“ und „Schäffler“ überging. Im Jahr 1841 erwarb das Ehepaar Kaut das Anwesen, bis es in den Jahren 1896 – 1898 von dem Architekten Max Ostenrieder zu seiner heutigen Form umgebaut wurde. Parallel zum Umbau des heutigen Wirtshaus Ayingers, wurde auch das gegenüberliegende Hofbräuhaus grundlegend umgestaltet. Nach der Umgestaltung wurde ebenerdig unter anderem eine Wurstfabrik untergebracht. Bis zu den Jahren 1922 / 1923 etablierte sich ein Konfitürengeschäft und die Goldina-Kakao-Stube, die sich zum Lokal entwickelte. Es blieb nicht beim Ausschank von Kakao, Kaffee und Tee sondern die Gäste saßen bald auch bei Wein und Champagner zusammen – und das bis weit nach Mitternacht! Zwei Jahre später erhielt der Betrieb die Konzession für einen Vollbetrieb und so wurde aus der Goldina-Kakao-Stube das „Café am Platzl“. Im Februar 1927 erwarb der Cafetier Max Eigner als Pächter das Lokal und ließ es komplett umgestalten. Das Café florierte, allerdings waren die Gäste nicht immer die, die man sich als seriöser Kafetier gewünscht hätte und so erhielt das Café einen recht zweifelhaften Ruf. Immer wieder gab es Ärger mit der Justiz und Krawalle. Dazu kam ein Schuldenberg des Eigners und am 12. September 1933 musste er den Kaffebetrieb letztendlich schließen. Bis ins Jahr 1939 gab es zahlreiche Besitzerwechsel und erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Haus mit der „Künstlerkneipe Simplicissimus“, die sich jedoch nicht lang hielt, wiedereröffnet. Das Simplicissimus wurde zur Lola-Montez-Bar und das Haus, das den Krieg relativ unbeschadet überstanden hatte, zog wieder ähnlich düsteres Publikum, wie schon vor dem Krieg, an.

Es dauerte noch einige Jahrzehnte bis das Haus und auch das ganze Platzl seinen schlechten Ruf reinwaschen konnte und mit Hans Röder, der das Haus 1990 kaufte und von Grund auf sanierte, in ein besseres Licht getaucht wurde. Im Erdgeschoß entstand links ein Café mit Eisdiele und rechts das China Restaurant „Princess Garden“. Im ersten Stock befand sich die Cocktailbar „Dry Club“.
Im Jahr 1997 erwarb dann schließlich die „Platzl KG“ das sogenannte „Ostenrider Haus“, die nun erneut umbaute und sanierte, sodass eine stimmungsvolle bayerische Gaststätte entstand.
Am 28. Juli 2000 eröffnete das Wirtshaus „Ayingers am Platzl 1A“, wie wir es heute kennen.
Das Haus mit seiner reichen, gotisierenden Fassade mit Haussteingliederung und dem breiten Erker steht heute unter Denkmalschutz und konnte sich bereits über die Grenzen von München hinaus einen Namen für sein hervorragendes Bier machen.

Die Brauerei Aying, die, genauso wie das „Platzl Hotel“ sowie das dazugehörige Restaurant „Pfistermühle“ und das Wirtshaus „Ayingers“, von der Familie Inselkammer geleitet wird, wurde 1999 an der Münchner Straße im Dorf Aying, 25 Kilometer südöstlich von München gelegen, eröffnet. Zur damaligen Zeit zählte die Brauerei zu einer der modernsten Braustätten Europas. Insgesamt produziert die Brauerei heute 14 Biersorten, die alle im Wirtshaus „Ayingers“ angeboten werden. Das Wirtshaus erfreut sich bereits einer sehr guten Reputation, was die große Auswahl an Biersorten und gute Qualität der Speisen in freundlicher, gemütlicher Atmosphäre des Wirtshauses bestätigt. Nicht nur bei internationalen München-Besuchern ist dies besonders beliebt – auch die Einheimischen kommen gerne auf ein gutes, bayerisches Bier in das urige Wirtshaus!

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