Das Schloss Nymphenburg

Das im Westen von München im Stadtteil Nymphenburg gelegene „Schloss Nymphenburg“ ist eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt. Die Schloss- und Parkanlage Nymphenburg ist in ihrer Verbindung von Architektur und Gartengestaltung ein einzigartiges Gesamtkunstwerk und weltweit bekannt. Das Schloss diente ursprünglich als Sommerresidenz und wurde 1662 zur Geburt des langersehnten Thronerbe Max Emanuel beauftragt, dem Sohn des Kurfürstenpaars Ferdinand Maria und Henriette Adelaide von Savoyen. Im Jahr 1664 begann der Bau nach Plänen des Italieners Agostino Barelli. Ab dem Jahr 1701 entstanden unter der Leitung des Hofbaumeisters Henrico Zuccalli nördlich und südlich des vorhandenen Baukörpers jeweils zwei gestaffelte Pavillions, welche durch Galerien mit dem Mittelblock verbunden wurden.

Bildquelle: flickr.com / digital cat

Im Jahr 1715 erfolgte ein weiterer Ausbau, der die Umgestaltung des Mittelpavillons zum zentralen Punkt der Anlage, die Innenausstattung der kurfürstlichen Appartements und Wohnräume sowie den Neubau der Nebengebäude als Hofgevierte beinhaltete.

Bildquelle: flickr.com / digital cat

In den Jahren zwischen 1715 und 1726 erfolgte der axial-symmetrische Ausbau des Schloss-Parks mit einem aufwendig gestalteten Parterre und beidseits angrenzenden Heckenräumen. In den darauffolgenden Jahren bekamen zahlreiche Gartenkünstler den Auftrag, den Park zu erweitern und zu verschönern. Der Schlosspark entwickelte sich vom barocken Garten zu einem Landschaftsgarten auf höchstem künstlerischem Niveau und ist in die Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege eingetragen, um ihn zu schützen und zu erhalten. Der ca.180 Hektar große Park ist ein beliebtes Ziel für Touristen, Spaziergänger und Jogger, die die Ruhe des Gartens schätzen ebenso wie zahlreiche Tierarten. Auch wenn im Winter die Temperaturen sinken und das Thermometer unter Null Grad fällt, ist rund um das Schloss Nymphenburg so einiges geboten: auf dem zugefrorenen Nymphenburger Kanal treffen sich zahlreiche Schlittschuhläufer, Eishockeyspieler und Eisstockschützen. Schon vor 500 Jahren war das „bayerische Boule“ ein willkommener Zeitvertreib in den trüben Wintermonaten.  Für das leibliche Wohl der Wintersportler sorgen zahlreiche Imbissbuden mit Glühwein, Punsch und anderen Köstlichkeiten.

Sie erreichen das Schloss Nymphenburg vom Karlsplatz (Stachus) aus mit der Tram 17 Richtung Amalienburgstraße. Das Schloss Nymphenburg und das Marstallmuseum mit dem „Nymphenburger Porzellan“ Museum sind täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

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