Das Diözesanmuseum in Freising

Das Diözesanmuseum ist das Dombergmuseum  der Erzdiözese München und Freising. Es  befindet sich auf dem traditionsreichen Domberg in unmittelbarer Nähe zum Mariendom in Freising. Insgesamt verfügt das Museum über ca. 16.000 Werke aus den letzten 2000 Jahren künstlerischen, christlichen Wirkens. Es ist somit eines der größten kirchlichen Museen weltweit neben dem Vatikan und empfängt ca. 30.000 Besucher jährlich. Seit dem 1. Januar 2012 ist der Theologe und Volkskundler Christoph Kürzeder Direktor des Museums.

Bildquelle: flickr (Allie_Caulfield)

Geschichte

Das Museum wurde von Erzbischof von München und Freising Julius Kardinal Döpfner gegründet und im Jahr 1974 im spätklassizistischen Gebäude, das von Matthias Berger erbaut wurde, eröffnet. Es sollte für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und unter der Leitung der Erzdiözese geführt werden.

Die Eröffnung fand im Westen des Dombergs auf dem Gelände des früheren Kollegialstifts St. Andreas statt. Den Grundstock der Museumssammlung bilden die von Joachim Sighart 1857 und Heinrich Gotthard 1864 gestifteten Sammlungen, die in den darauffolgenden Jahrzehnten erweitert wurden.

Die Sammlung

Auf einer Ausstellungsfläche von 4.800 m² können die Besucher unter anderem eine Fülle hochranginger mittelalterlicher Werke, Weihnachtskrippen aus Bayern, Böhmen, Tirol sowie die königliche Krippe aus Neapel und Szenen der ehemaligen Domkrippe besichtigen. Darüber hinaus werden der Freisinger Domschatz und das Ikonenkabinett im Erdgeschoss ausgestellt. Werke der Moderne, jährliche Sonderausstellungen und Objekte historisch bedeutsamer Künstler wie Erasmus Grasser, Jan Polack, Lucas Cranach und Hans Leinberger sowie Werke moderner Künstler wie Alexej von Jawlensky oder Rupprecht Geiger runden das vielseitige Spektrum des Museums ab.

Bildquelle: Diözesanmuseum Freising/ Thomas Dashuber

Außerdem zeigt die Sammlung einen chronologischen Rundgang verteilt auf drei Etagen, der von der Romanik bis zum Rokoko, Gemälde und Skulpturen aus spätgotischen Flügelaltären, Glasmalereien, Reliquiengefäße sowie  Medaillen, Münzen und Paramente aufweist.  Große Aufmerksamkeit widmet das Museum auch dem Wandel aus dem 19. Jahrhundert hinein in die Moderne. Die vertretenen Künstler wie Fritz von Uhde, Gebhard Fugel und Karl Caspar lassen die Besucher die enge Verbindung von Kunst und Kirche neu entdecken. Des Weiteren verfügt es über eine große Ausstellung mit religiöser Volkskunst, die vor allem die bayerische Frömmigkeit durch Votivgaben, Rosenkränze, Andachtsgraphiken, Klosterarbeiten und einzigartige Bibelfliesen widerspiegelt.

Die aktuelle Sonderausstellung „Seelenkind“ wurde aufgrund hoher Nachfrage bis zum 03. März 2013 verlängert. Sie zeigt die innige Beziehung einer Nonne zum Jesuskind, von der Aufnahme als Novizin bis hin zu den täglichen Bräuchen der Jesuskindverehrung und widmet sich somit der Inszenierung des neu geboren Christus in den bayerischen Frauenklöstern. Zu sehen sind zahlreiche Christkindl sowie Gemälde und Klosterfrauenarbeiten.

Bildquelle: Diözesanmuseum Freising/ Thomas Dashuber

Anreise und Öffnungszeiten

Vom Platzl Hotel München aus erreichen Sie den Freisinger Dom mit der S-Bahn S1 vom Marienplatz in Richtung Freising (Endstation) in 40 Minuten. Von dort sind es ca. 15 Gehminuten bis zum Domberg.

Wenn Sie mit dem Auto anreisen, gelangen Sie am besten über die Autobahn in Richtung München-Deggendorf, Ausfahrt Freising nach ca. 40 Minuten Fahrzeit zum Domberg.

Das Museum hat Dienstag bis Sonntag von 10 – 17 Uhr geöffnet und kostet für Erwachsene 6 € Eintritt. Montags ist das Museum geschlossen.

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